Ab dem heutigen Mittwoch (24.11.) gilt in Baden-Württemberg die neu eingeführte Corona-Alarmstufe II. Sie sieht bei einer Hospitalisierungsrate von über 6,0 oder ab 450 mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten strengere Regeln für alle vor. In vielen Bereichen gilt dann 2G plus. Das heißt, der Zugang und die Teilnahme ist nur noch geimpften und genesenen Personen mit einem negativen Antigen- oder PCR-Test erlaubt. Anbieter, Veranstalter, Betreiber und Dienstleister sind verpflichtet, die Nachweise zu prüfen. In Hotspots mit einer Inzidenz von über 500 - dazu gehören auch die drei Kreise im Stimme-Verbreitungsgebiet - gilt zudem eine nächtliche Ausgangssperre für Ungeimpfte und 2G im Einzelhandel, der nicht der Grundversorgung dient.

Veranstaltungen 

Sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien gilt die Regel 2G plus für Veranstaltungen. Dazu zählen: Theater- oder Opernaufführungen, Kinovorführungen, Konzerte, Stadtführungen, Informationsveranstaltungen, Stadtfeste, Volksfeste, Betriebsfeiern, Vereinsfeiern. Zusätzlich gilt eine Kapazitätsbegrenzung auf 50 Prozent der maximalen Auslastung des Veranstaltungsraums mit einer Obergrenze von 25.000 Zuschauern.

Weihnachtsmärkte

Auf Weihnachtsmärkten ist der Verkauf von Essen und Getränken weiterhin erlaubt. Es gilt aber 2G plus im Freien und in geschlossenen Räumen sowohl für Angebote, die zum Verweilen einladen, als auch für den Verkauf zum sofortigen Verzehr. Bei Weihnachtsmärkten ist zusätzlich die Besucherzahl auf maximal 50 Prozent der gewöhnlichen Besucherzahl beschränkt.

Körpernahe Dienstleistungen

Körpernahe Dienstleistung darf nur in Anspruch nehmen, wer einen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis und zusätzlich einen negativen Schnell- oder PCR-Test vorweisen kann. Dazu zählen Kosmetikstudios, Nagelstudios, kosmetische Fußpflege, Massagestudios, Tattoo- und Piercingstudios und Laser- und IPL-Studios für kosmetische Behandlungen. 2G plus gilt nicht bei gesundheitsbezogenen notwendigen Dienstleistungen. Ausnahmen gelten zudem für Friseurbetriebe und Barbershops: In der Alarmstufe II gilt hier weiterhin 3G mit PCR-Test für nicht immunisierte Personen. Ein negativer Schnelltest ist nicht ausreichend.

Sonnenstudios und Solarien zählen nicht zu den körpernahen Dienstleistungen im Sinne der Corona-Verordnung. Hier gilt wie bei Freizeiteinrichtungen in der Alarmstufe II 2G. 

Zuschauer bei Sportveranstaltungen

In geschlossenen Räumen als auch im Freien müssen Zuschauer bei Sportveranstaltungen einen 2G-plus-Nachweis vorlegen. Es gilt wie bei anderen Veranstaltungen eine Kapazitätsbegrenzung auf 50 Prozent mit einer Obergrenze von 25.000 Zuschauern. 

Clubs und Diskotheken

Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, dürfen die Einrichtungen in der Alarmstufe II nicht nutzen. Geimpfte und genesene Personen müssen zusätzlich einen negativen Schnell- oder PCR-Test vorlegen.

Prostitution und sexuelle Dienstleistungen

In geschlossenen Räumen und im Freien gilt 2G plus. 


Ausnahmen

Ausgenommen von der PCR-Testpflicht und dem Zutritts- und Teilnahmeverbot bei 3G und 2G plus sind:

  • Kinder bis einschließlich fünf Jahre und Kinder, die noch nicht eingeschult sind, sind generell in allen Stufen  ausgenommen.
  • Schülerinnen oder Schüler einer Grundschule, eines sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums, einer auf der Grundschule aufbauenden Schule oder einer beruflichen Schule müssen keinen Testnachweis vorlegen. Da sie regelmäßig drei Mal pro Woche in der Schule getestet werden, reicht die Vorlage des Schülerausweises, einer Schulbescheinigung, einer Kopie des letzten Jahreszeugnisses, eines Schüler-Abos oder eines sonstigen schriftlichen Nachweises der Schule. Die Ausnahme gilt nur für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich 17 Jahre.

Außerdem befreit sind:

  • Kinder und Jugendliche bis einschließlich 17 Jahre, die nicht mehr zur Schule gehen.
  • Personen die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Hier ist ein entsprechender ärztlicher Nachweis vorzuzeigen.
  • Personen, für die es keine allgemeine Impfempfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) gibt.
  • Schwangere und Stillende, da es für diese Gruppen erst seit dem 10. September 2021 eine Impfempfehlung der STIKO gibt. Gilt nur noch bis 10. Dezember 2021, da es dann seit drei Monaten eine Impfempfehlung der Stiko gibt.

Die Betroffenen der zweiten Gruppe müssen einen negativen Antigen-Schnelltest vorlegen. Für alle Menschen (auch Kinder) mit typischen Covid-19-Symptomen gilt weiterhin ein generelles Zutritts- und Teilnahmeverbot.