Nach der Überflutung des Gartenschaugeländes in Eppingen am Dienstagmorgen kündigt die Stadt an, das Hochwasserschutzmanagement zu überprüfen. Gegebenenfalls würden "Standortoptimierungen" vorgenommen, so Bürgermeister Peter Thalmann auf Stimme-Anfrage.

In den frühen Morgenstunden des Dienstags hatten mehrstündige starke Niederschläge dafür gesorgt, dass die Elsenz über die Ufer trat. Dabei wurden auch Teile des Gartenschaugeländes überflutet. Auch einige Keller angrenzenden Straßen waren vom Hochwasser betroffen. Die Feuerwehr war stundenlang im Einsatz. Besondere Anstrengungen mussten die Einsatzkräfte unternehmen, um ein Umspannwerk in der Scheuerlesstraße zu schützen. Hier sieht die Stadt besonders dringenden Handlungsbedarf.

Warum nun die Einstauhöhen analysiert werden

Das Hochwassermanagement hat noch am Abend des Starkregentages im Technischen Ausschuss der Stadt zu kritischen Fragen geführt. Anlass war die Nachricht, dass ein vorgelagertes Hochwasserrückhaltebecken mit weniger als 20 Prozent seiner Kapazität in Anspruch genommen worden war.

Nach Ansicht von Bürgermeister Peter Thalmann hat die Durchleitung des Wassers am Dienstag "planmäßig" funktioniert. Dennoch wolle man mit Blick auf die Gartenschau die Lage anhand der aktuellen Messergebnisse erneut bewerten und gegebenenfalls Anpassungen im Hochwassermanagement des zuständigen Zweckverbands vornehmen. "Für die Gartenschau im kommenden Jahr werden anhand der am Dienstag festgestellten Einstauhöhen Standortoptimierungen vorgenommen und selbstverständlich Erfahrungen in die Gefahrenabwehr mit einfließen", so Bürgermeister Peter Thalmann, der auch Betriebsleiter der Gartenschau ist.