Zahlreiche Überraschungen bereit, halten eine Wanderung zum Heilbronner Steinbruch und der anschließende Besuch der Rettungshundestaffel Unterland.

Steinreiches Heilbronn

"Wir haben viel gelernt und Dinge erfahren, von denen wir nichts wussten", sagt Ute Bintakies, die gemeinsam mit ihrem Mann Wolfgang auf Tour ging. So empfanden es alle 30 Leser, die im Rahmen des XXL-Lesersommers der Heilbronner Stimme vom Vereinsheim der Rettungshundestaffel aufbrachen, um zunächst den knapp zwei Kilometer entfernten Heilbronner Schilfsandsteinbruch im Gewann Winterhaldenhau zu besichtigen.

Dort erwartete sie ein ungewohntes Terrain mit tonnenschweren Sandsteinquadern und es erwartete sie Harald Holz, langjähriger Geschäftsführer des Natursteinwerks in Eppingen-Mühlbach, das den Steinbruch heute noch betreibt. "Heilbronn ist steinreich", betont der 69-Jährige schmunzelnd und erklärt den staunenden Leser, dass nicht nur die Bahnhöfe in Amsterdam, Frankfurt und Mainz, sondern auch das Reichsbankgebäude in Düsseldorf, der Skulpturenschmuck im Heidelberger Schloss sowie die Ornamente am Kölner Dom aus Heilbronner Sandstein entstanden sind.

"Die Stadt hat vor 150 Jahren so viel Pacht aus den Steinbrüchen eingenommen, dass die Vermögensteuer um ein Prozent gesenkt werden konnte", erläutert Holz. Heute sei das Geschäft auch wegen hoher Auflagen schwieriger geworden. Dennoch sei Heilbronn weiterhin ein guter Standort für das Traditionsunternehmen.

Guter Standort

Ein guter Standort ist die Käthchenstadt auch für Rettungshundestaffel Unterland, die 1974 als "älteste Rettungshundestaffel Deutschlands im Bundesverband Rettungshunde gegründet wurde", wie Staffelführer Walter Baer stolz vermerkt. Gemeinsam mit seinem Team führt Baer auf dem weitläufigen Gelände vor, was Hundeführer und Hunde alles draufhaben.

Regelmäßige Einsätze

Dort suchen die ausgebildeten Rettungshunde in Trümmern und im freien Gelände unermüdlich nach Menschen und finden sie. Und den Hunden macht das auch noch Spaß, nicht nur, weil es das "obligatorische Leckerli" gibt. "Ich wollte mit meinem Hund etwas Sinnvolles machen", nennt Hundeführer Michael Dirnberger seine Motivation. Denn im Ernstfall geht es um Leben und Tod. Rund 25 Mal im Jahr wird die Rettungshundestaffel angefordert, um Vermisste zu suchen und hilflose Personen zu retten. "Eine tolle Veranstaltung", findet Leserin Sonja Schick. "Wir haben tiefe Einblicke in spannende Themen bekommen", freut sich die 60-Jährige aus Massenbachhausen.